Was ist grauer Star?

Die natürliche Linse befindet sich hinter der Regenbogenhaut. Aufgabe der Linse ist es, die Lichtstrahlen zu bündeln und dadurch ein scharfes Bild an der Netzhaut zu erzeugen. Die Trübung der Linse bezeichnet man als „Grauen Star“. Die häufigste Ursache des Grauen Stars ist der natürliche Alterungsprozess der Linse. Weitere Ursachen können Verletzungen, Stoffwechselerkrankungen oder Medikamentennebenwirkungen (Cortison) sein. Durch die Trübung der Linse werden die Strahlen abgelenkt und gestreut. Anfangs kommt es zu einer erhöhten Blendungsempfindlichkeit, später entsteht als Folge davon ein undeutliches, unklares Bild, das verschleiert ist.

grauer Star
grauer Star

Grauer Star (Katarakt)

Diagnostik des grauen Stars:
  • Sehtest (Sehschärfenprüfung)
  • Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie)
  • Spaltlampenuntersuchung
  • evtl. Ermittlung der Endothelzelldichte
  • IOL Master (Bestimmung der Linsenstärke)
  • Hornhauttopografie (Untersuchung der Hornhaut)
Behandlung des grauen Stars:

Operation

Wir führen die schonende und risikoärmere Methode der koaxialen Mikrophakoemulsifikation durch.


Der notwendige Schnitt in die Hornhaut beträgt dazu nur 2,2 mm. Durch den kleinen Schnitt erreicht man noch stabilere Vorderkammerverhältnisse während der gesamten Operation, die das Risiko des Kapselrisses und anderen Komplikationen der Operation minimieren.


Wir implantieren hochwertige Monofokalelinsen, welche von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen werden. Weiterhin bieten wir unseren Patienten Premiumlinsen an.

Die Premiumlinsen haben zusätzliche Vorteile:

  • Schutz der Netzhaut vor aggressiven blauen Licht (UV Schutzlinsen),
  • verbesserte Lichtauflösung bei schlechten Lichtverhältnissen (asphärische Linsen),
  • verzehrungsfreies Sehen bei Hornhautverkrümmung (torische Linsen),
  • scharfes Sehen in der Ferne, im mittleren Bereich und der Nähe. (Multifokallinsen)


Multifokallinsen korrigieren die Fehlsichtigkeit und ermöglichen den Patienten nicht nur scharfes Sehen in die Ferne, sondern in der Regel auch das Lesen ohne Brille. Nach der Implantation dieser Linsen wird der Patient im alltäglichen Leben weitgehend von der Brille unabhängig.

Frau Dr. Rau referiert und publiziert weltweit über Ihre Erfahrungen mit verschiedenen multifokalen intraokularen Linsen seit dem Jahr 2000. Sie zählt zu den Pionieren bei der Implantation der Multifokallinse.
Über die verschiedenen Typen von Multifokallinsen hat sie weltweit Vorträge gehalten und diese in den Augenärztlichen Zeitschriften veröffentlicht. Als erste weltweit hat sie beobachtet, dass die Frauen andere Ansprüche an die Multifokallinse als Männer haben. Die Frauen habe größeres Interesse am Sehen im Detail und in der Nähe, hingegen legen die Männer besonderen Wert auf scharfes, klares Sehen in der Ferne.

Zusammen mit Dr. Richard Packard hielt sie ein Kurs über Multifokallinsen auf dem Weltkongress 2014 in Tokio. Ihr Ziel ist die beste Multifokallinse für den Patienten auszusuchen, die den individuellen Bedürfnissen entspricht. Es stehen mehrere Konzepte von Multifokallinsen zur Wahl. Seit vielen Jahren implantieren wir zu großen Zufriedenheit der Patienten eine neue innovative multifokale Linse, Lentis M plus.

Lentis M plus toric ist eine individualisierte Linse die nach den speziellen Messungen gesondert und individuell für den Patienten angefertigt wird. (Oculentis)

Die neue wahrhaftig trifokale multifokale Linse Fine Vision (Physiol) ermöglicht neben Ferne und Nähe ein exzellentes Sehen auch im mittleren Bereich.



Gender differences in patient satisfaction after multifocal IOL implantation - Ophthalmology Times Europe 07/2009
Dr. Magda Rau: Innovative Multifokaltechnologie, Concept Ophthalmologie    Dr. Magda Rau: Novel multifocal IOL, EUROTIMES | Volume 16 | Issue 4
Dr. Magda Rau: Novel asymetric bifokal lens design provides good vision at distances, OSN Feb 2011, vol 22, Nr 2